PowerPoint Präsentation

Letzte Woche haben wir allen Ratsmitgliedern eine PowerPoint Präsentation geschickt. Wir hatten uns gedacht, dass eine Präsentation ein angenehmerer Zugang zur Sache ist, als seitenlange Dokumente. Leider haben wir bis heute keine Feedback der Ratsmitglieder bekommen. Dafür aber von vielen Bürgerinnen und Bürgern, denen die Präsentation über Wege, die wir selber gar nicht gesteuert haben,  zugänglich gemacht wurde. Das hat uns dazu ermutigt, die Präsentation in der Videofassung auch über Youtube zu veröffentlichen. Also lehnen Sie sich zurück. Licht aus, Vorhang auf:

 

Kontroverse Berichterstattung im Kölner Stadtanzeiger

Der Kölner Stadtanzeiger bringt am 19.01.2016 eine Bericht zur Situation in Neunkirchen-Seelscheid. Leider ist der Artikel ausgesprochen unscharf, so dass er eine Welle von Leserbriefen lostritt.

ExternalLinkIconBlue Ksta: Geplanter Ausbau der Thurn-Werke scheidet die Geister

Leserbriefe

Die Änderung des Bebauungsplan Neunkirchen Süd erregt zur Zeit die Gemüter der Bevölkerung zu Recht, ist doch hier ein gewaltiges Industrieprojekt geplant, das das Landschaftsbild erheblich beeinträchtigen würde. Dazu passt allerdings nicht Ihre veröffentlichte Grafik, die die Hallen in weiter Ferne als relativ niedrig erscheinen lassen, während die Ein- und Zweifamilienhäuser am Krokusweg eher wie ein Industriegebiet wirken. Ein Bild aus Richtung Hohn wäre hier wegen der gewaltigen Höhenunterschiede fairer gewesen!

Ute und Rudolf Baum, Neunkirchen-Seelscheid


Der Artikel verharmlost das Bauvorhaben absolut. Das Ort- und Landschaftsbild wird komplett verschandelt, falsch ist, daß es nur die stört, die in der Nähe wohnen. Im Gutachten steht, daß man die riesigen Hallen sehr wohl von überall, Eischeid, Hochhausen, Pohlhausen, Breitscheid, Heister, Seelscheid, etc. sehen kann. Bisher gibt es überhaupt keine verbindlichen Aussagen, daß überhaupt neue Arbeitsplätze und wie viele entstehen. Der Bericht zeigt in keiner Weise die immensen Konsequenzen für die Gemeinde auf. Solche Monsterhallen gehören nicht in eine idyllische Landschaft sondern in ein städtisches Industriegebiet.

T. & C. Stegemann, Neunkirchen-Seelscheid


Der Artikel mit den gezeigten Abbildungen aus dem Landschaftsgutachten verharmlost die geplanten Änderungen absolut. Wie die beigefügten Luftbilder des Landes NRW zeigen (www.nrw.de/uvo), befinden sich rings um das Gebiet der Fa. Thurn Produkte in Hohn und Wolperath Einfamilienhäuser in 1- bis 2-geschossiger Bauweise und keine Wohnblöcke, wie dargestellt. Weiterhin findet es keine Erwähnung, dass das betreffende Gebiet direkt an das Wasserschutzgebiet der Trinkwasstertalsperre anschließt, welche den rechtsrheinischen Kreis (ca. 800.000) Haushalte mit Trinkwasser versorgt. Die Talsperre ist Luftlinie keinen Kilometer entfernt. Wassergefährdende Vorprodukte zur Herstellung der Wasch- und Reinigungsmittel sowie Endprodukte werden also Tag und Nacht mit Sattelschleppern am Wasserschutz- und Wohngebiet entlang transportiert und verarbeitet. Es kann nicht sicher gestellt werden, dass ortsunkundige LKW’s nicht den kürzesten Weg von der A3 Ausfahrt Rösrath durch das Wasserschutzgebiet nehmen und verunglücken oder es andere Störfälle, wie bereits am Standort Much passiert, geschehen. Hier entsteht ein riesiger Industriekomplex der chemischen Industrie, der laut dem von Ihnen bereits genannten Landschaftsgutachten „die Maßstäblichkeit des Ortsbildes sprengt“ und eine große potentielle Gefahr für die Umwelt darstellt.

A. & O. Schepers


In Bezug auf den o.G. Artikel müssen zweierlei Dinge klargestellt werden, die bedauerlicher Weise falsch dargestellt wurden.
Erstens: An mehreren Stellen des Artikels wird der Eindruck erweckt, es seien insbesondere Bürger, die in der Nähe des Gewerbegebiets wohnten, die in Sorge seien. Dies ist schlichtweg falsch. Initiative-NKS hat die Unterschriftenlisten gegen das Thurn-Projekt ausgewertet. Nach vorläufigem Stand kommen über 60 Prozent der Unterzeichner aus Wahlbezirken, die nicht an das Gewerbegebiet angrenzen. Über ein Viertel der Unterzeichner kommt aus Seelscheid!
Zweitens: Entgegen der Aussage in der Unterzeile und später im Text, geht es in dem Konflikt um die Bebauungsplanänderung überhaupt nicht um Arbeitsplätze. Weder wird in der Begründung zum Antrag damit gedroht, dass die Firma Thurn Produkte ihren Standort in Neunkirchen-Seelscheid aufgibt, wenn der Antrag nicht durchkommt, noch werden in dem Antrag Arbeitsplätze versprochen. Geschäftsführer Saalfeld spricht von möglicherweise vierzig neuen Arbeitsplätzen. Dies entspricht einer Steigerung des Arbeitsplätzepotentials von gerade mal 1% für Neunkirchen-Seelscheid. Dem gegenüber steht die nachhaltige Zerstörung des Landschaftsbildes der Gemeinde.
Thurn Produkte sind 2010 auf ein Gewerbegebiet gezogen, für welches ein gültiger Bebauungsplan vorlag. Die Firma weiß genau: Nur vier Jahre später zu behaupten, dass man eine Änderung dieses Bebauungsplans braucht, um weiter bestehen zu können, wäre unredlich. Entweder es wurde hier betriebswirtschaftlich falsch entschieden, oder es wurden Herrn Thurn Versprechungen gemacht, die heute niemand zugeben möchte. Die Menschen unserer Gemeinde sind nicht bereit, für die eine oder andere Fehlentscheidung aufzukommen. Am 26.01 wird sich zeigen, wie der EUPA dazu steht.
Christoph Weiler für
Initiative-NKS e.V.

Geht es auch irgendwie anders?

Was ist die Alternative zu einem gigantischen Wasch-, Putz- und Reinigungswerk vor den Toren Neunkirchens? Während unsere Gemeinde weiter keine Antworten auf die im August eingereichten Fragen und Stellungnahmen gibt und vermutlich im Stillen daran arbeitet, die geplante Änderung des Bebauungsplans voranzutreiben, haben wir von der Initiative uns ein paar Gedanken gemacht. (mehr …)

Post vom Anwalt

Initiative-NKS hat am 21.11.2015 den folgenden Brief an jedes einzelne Mitglied des Gemeinderats, sowie an die Bürgermeisterin verschickt. Die Lektüre ist lang, aber das Lesen lohnt sich. Unser Anwalt ist selber Bürgermeister a.D. und Leiter eines Bauamts gewesen. Er weiß also ganz genau, wovon er spricht. (mehr …)

Deutliche Belastung mit Tensiden im Kahlenbach

Am 15. Oktober haben Mitglieder von Initiative-NKS beim Spazierengehen ihren Augen nicht geglaubt. Der kleine Kahlenbach sah aus wie eine Großraumdisko nach dem Ende einer Schaumparty.

Karte: https://www.geoportal.nrw.de/
Karte: https://www.geoportal.nrw.de/

Wir haben natürlich sofort Fotos gemacht und die Gemeinde benachrichtigt. Nach Stunden wurde die Verschmutzung offiziell von der Gemeinde aufgenommen, die Feuerwehr entsandt, eine Wasserprobe entnommen. Diese wurde dann an die Untere Wasserbehörde zur Untersuchung geschickt. In der Folge wurde das Regenrückhaltebecken leer gepumpt. Wir haben fast täglich mit der Unteren Wasserbehörde telefoniert und nach den Ergebnissen gefragt. Nachdem uns angekündigt wurde, dass man nun bald mit Ergebnissen rechnen könne, wurde das Amt plötzlich ganz schmallippig. Auf einmal, mochte man nicht mehr mit uns reden und verwies auf eine in Kürze erscheinende Pressemitteilung. Die erschien am 02. November und gab bekannt, dass die Verschmutzung durch eine „deutliche Belastung mit Tensiden“ verursacht worden sei.

Initiative-NKS hat die Einwohnerfragestunde im EUPA am Mittwoch, den 04.11. genutzt und nachgefragt. Hier ein Überblick über die Aussagen der Gemeindevertreter und Infos, die wir herausgefunden haben.

Aussage der Gemeinde

Von uns in Erfahrung gebrachte Informationen

Alles nicht so schlimm wie es aussieht.

Irgendwie sei im Regenauffangbecken ein Wert von 7-Komma-irgendwas von irgendetwas erreicht worden, man wisse auch nicht genau was der Wert aussagt, aber er sei harmlos, schließlich verwenden wir Tenside auch in Seife.

Man habe –obwohl es nicht nötig gewesen wäre- das Regenauffangbecken komplett abgepumpt und das Wasser extern gereinigt.

Die Gemeinde habe alles getan, was in ihrer Macht steht.

Für weitere Maßnahmen ist der Kreis zuständig.

Die Verschmutzung liegt deutlich über den zulässigen Grenzwerten.

Ein derartiges Aufkommen von Tensiden im Wasser ist nicht normal.

Eine derart deutliche Belastung mit Tensiden entsteht nicht durch einen Haushaltsunfall.

Die Verschmutzung im Kahlenbach stellt einen Straftatbestand dar.

Es stellt sich natürlich die Frage, wie konzentriert die Verursacherquelle der Verschmutzung war, wenn der verdünnte Wert im Regenauffangbecken noch jenseits des ph-Werts von 7,5 lag? Die Gemeinde will keine Strafanzeige stellen. Offenbar ist man nicht daran interessiert, den Verursacher ermitteln zu lassen. Alles muss man hier selber machen.