Flächenbilanz deckt wahre Motive auf

BebauungsplanEin weiterer Unterstützer der Initiative hat sich gemeldet, um interessante Erkenntnisse mit uns zu teilen. Er ist von Beruf Dipl.Ing. für Vermessung und war schwerpunktmäßig im Bereich von Großprojekten im Straßen- und Brückenbau tätig.

Abbildung 1: Der gültige 3. bebauungsplan.
Abbildung 1: Der gültige 3. Bebauungsplan.

In Abbildung 1 wurden die überbaubaren Flächen rot eingefärbt. Die Flächen, in denen eine Begrünung für eine verträgliche Einbettung in den ländlichen Charakter der Umgebung sorgen soll, sind grün eingefärbt. Man beachte hier insbesonder die Fläche GE 2 im Süden des Geländes. Diese Fläche wird in der schriftlichen Beschreibung des 3. Bebauungsplans ausdrücklich als Fläche für „Anlagen zum Betreiben von Sonnenenergie“ ausgewiesen.

In der Flächenbilanz ergibt sich zusammengerechnet eine Größe der maximal zulässigen überbaubaren Grundstücksflächen von 81.670 m².

Abbildung 2: Antrag zur 4. Änderung des Bebauungsplans
Abbildung 2: Antrag zur 4. Änderung des Bebauungsplans

Die zweite Abbildung zeigt, wie sich die Fläche der maximal zulässigen überbaubaren Flächen ändert. Auch hier sind die überbaubaren Flächen rot eingefärbt und die Grünflächen grün. Durch den Wegfall der Grünflächen im Inneren des Gebiets und die radikale Verschmälerung der Grünflächen im Außenbereich, durch den Wegfall der öffentlichen Straße und durch den Wegfall der für Solarenergie vorgesehenen Fläche, vorgrößert sich die Größe der maximal zulässigen überbaubarenen Grundstücksfläche auf 126.000 m².

Das entspricht einen Zuwachs von 54%.

flächenbilanz
Detailierte Berechnung der einzelnen Flächen.

Jetzt ist klar, worum es hier eigentlich geht: Offenbar soll mittels der Bebauungsplanänderung das Grundstück massiv aufgewertet werden. Die Bebauungsplanänderung beschert dem Antragsteller eine signifikante Wertsteigerung seines Grundstücks, womit sich natürlich auch die Höhe des generierbaren Fremdkapitals erhöht. Kein schlechtes Geschäft für den Antragsteller. Den Schaden haben dafür die Einwohner Neunkirchen-Seelscheids. Direkte Anwohner haben mit deutlichen Wertverlusten ihrer Immobilien zu rechnen, während das Grundstück des Antragsteller an Wert gewinnt. Wenn das mal keine Bevorteilung eines Einzelinteresses ist.