Deutliche Belastung mit Tensiden im Kahlenbach

Am 15. Oktober haben Mitglieder von Initiative-NKS beim Spazierengehen ihren Augen nicht geglaubt. Der kleine Kahlenbach sah aus wie eine Großraumdisko nach dem Ende einer Schaumparty.

Karte: https://www.geoportal.nrw.de/
Karte: https://www.geoportal.nrw.de/

Wir haben natürlich sofort Fotos gemacht und die Gemeinde benachrichtigt. Nach Stunden wurde die Verschmutzung offiziell von der Gemeinde aufgenommen, die Feuerwehr entsandt, eine Wasserprobe entnommen. Diese wurde dann an die Untere Wasserbehörde zur Untersuchung geschickt. In der Folge wurde das Regenrückhaltebecken leer gepumpt. Wir haben fast täglich mit der Unteren Wasserbehörde telefoniert und nach den Ergebnissen gefragt. Nachdem uns angekündigt wurde, dass man nun bald mit Ergebnissen rechnen könne, wurde das Amt plötzlich ganz schmallippig. Auf einmal, mochte man nicht mehr mit uns reden und verwies auf eine in Kürze erscheinende Pressemitteilung. Die erschien am 02. November und gab bekannt, dass die Verschmutzung durch eine „deutliche Belastung mit Tensiden“ verursacht worden sei.

Initiative-NKS hat die Einwohnerfragestunde im EUPA am Mittwoch, den 04.11. genutzt und nachgefragt. Hier ein Überblick über die Aussagen der Gemeindevertreter und Infos, die wir herausgefunden haben.

Aussage der Gemeinde

Von uns in Erfahrung gebrachte Informationen

Alles nicht so schlimm wie es aussieht.

Irgendwie sei im Regenauffangbecken ein Wert von 7-Komma-irgendwas von irgendetwas erreicht worden, man wisse auch nicht genau was der Wert aussagt, aber er sei harmlos, schließlich verwenden wir Tenside auch in Seife.

Man habe –obwohl es nicht nötig gewesen wäre- das Regenauffangbecken komplett abgepumpt und das Wasser extern gereinigt.

Die Gemeinde habe alles getan, was in ihrer Macht steht.

Für weitere Maßnahmen ist der Kreis zuständig.

Die Verschmutzung liegt deutlich über den zulässigen Grenzwerten.

Ein derartiges Aufkommen von Tensiden im Wasser ist nicht normal.

Eine derart deutliche Belastung mit Tensiden entsteht nicht durch einen Haushaltsunfall.

Die Verschmutzung im Kahlenbach stellt einen Straftatbestand dar.

Es stellt sich natürlich die Frage, wie konzentriert die Verursacherquelle der Verschmutzung war, wenn der verdünnte Wert im Regenauffangbecken noch jenseits des ph-Werts von 7,5 lag? Die Gemeinde will keine Strafanzeige stellen. Offenbar ist man nicht daran interessiert, den Verursacher ermitteln zu lassen. Alles muss man hier selber machen.